Kalustas Antwort
TEIL 1: CHAOS
ist ein zeitgenössischer geopolitischer Thriller, der in einem nahen Zukunfts-Europa spielt, das am Rande des Chaos steht. Der Roman verwebt mehrere Handlungsstränge in Deutschland, Litauen, Russland, den Niederlanden und den Vereinigten Staaten und untersucht das Zusammenspiel von Terrorismus, politischer Manipulation, Informationskriegführung und der Fragilität westlicher demokratischer Institutionen. Anhand einer Vielzahl von Charakteren, darunter Polizeikommissare, Politiker, Software-Unternehmer und normale Bürger, untersucht das Buch, wie isolierte Gewalttaten weitreichende Folgen haben können, die Gesellschaften destabilisieren und das globale Machtgleichgewicht verändern.

Handlungsort und Kontext
Die Geschichte spielt im Frühsommer, als Europa unter einer intensiven Hitzewelle leidet. Der Kontinent ist bereits durch jahrelange politische Polarisierung, wirtschaftliche Rezession und eine Flüchtlingskrise belastet, die den Aufstieg populistischer und extremistischer Parteien begünstigt hat. Vor diesem Hintergrund löst eine Reihe gewalttätiger Vorfälle, beginnend mit einem verheerenden Terroranschlag in München, eine Kettenreaktion aus, die sich bis in die höchsten Ebenen der Regierung, der Medien und des Lebens gewöhnlicher Familien auswirkt.

Der Anschlag in München
Der Roman beginnt im Englischen Garten in München, wo der Medizinstudent Armin Hochstein und seine Freundin Fatima Aydin mit Freunden entspannen. Ihre Ruhe wird durch eine gewaltige Explosion im Biergarten am Chinesischen Turm zerstört, bei der über achtzig Menschen ums Leben kommen, darunter Armins bester Freund Rudolf. Der Anschlag wird zunächst zwei iranischen Flüchtlingen angelastet, die von der Polizei schnell als Täter identifiziert und als islamistische Terroristen publik gemacht werden.
Der leitende Ermittler, Hauptkommissar Peter Walther, wird jedoch bald misstrauisch. Gab es andere Kräfte hinter diesem schrecklichen Anschlag?

Der Zwischenfall an der litauischen Grenze
Gleichzeitig leitet der erfahrene russische GRU-Agent Oberst Alexander Lyssenko in Litauen eine gewalttätige Operation unter falscher Flagge am Grenzübergang Kybartai. Als litauische Paramilitärs getarnte Männer greifen russische Grenzsoldaten und Zivilisten an und ziehen sich dann zurück, wobei sie Chaos und Tod hinterlassen. Der Vorfall liefert Russland einen Vorwand, „Sicherheitskräfte“ nach Litauen zu entsenden, angeblich um die russische Minderheit zu schützen, in Wirklichkeit jedoch, um eine militärische Besetzung zu erleichtern. Die litauische Regierung ist überrascht, und die Bevölkerung ist in Aufruhr. Niklas Kazlauskas, Software-Unternehmer und Vorstandsmitglied der Litauischen Schützenvereinigung, erkennt, dass der Angriff von Russland inszeniert wurde, um eine Invasion zu rechtfertigen. Er und seine Kollegen beginnen, über Formen des Widerstands nachzudenken, darunter auch Cyberkrieg, inspiriert von der historischen Guerillabewegung der „Waldbrüder” in Litauen.

Politische Folgen und
Manipulation der Medien
In Washington D.C. nimmt Mark Forrester, Journalist der faktenorientierten Nachrichtenagentur JustFacts.now, an einer Pressekonferenz im Weißen Haus teil, auf der der US-Präsident iranische Flüchtlinge für den Anschlag in München verantwortlich macht und den Vorfall in Litauen als Rechtfertigung für die Unterstützung der russischen Intervention nutzt. Der Präsident gibt eine weitreichende Erklärung ab, die Europa verwundbar und gespalten zurücklässt.
In Brüssel nutzt Philippe Debaere, der charismatische Vorsitzende der Partei „Europe For The Europeans“ (EFTE), die Gelegenheit, um die EU für ihren Umgang mit Einwanderung und Sicherheit zu kritisieren. Er fordert eine Rückkehr zu nationalistischer Politik und stellt einen Misstrauensantrag gegen die Europäische Kommission. Seine Rhetorik findet bei einem wachsenden Teil der Bevölkerung Anklang und polarisiert die europäische Politik weiter.

Die Brandanschläge
in Hamburg
Kurz nach dem Bombenanschlag in München werden drei russische „Moskau”-Supermärkte in Hamburg in Brand gesetzt, wobei weitere Menschen ums Leben kommen.
An den Tatorten werden antirussische Parolen gefunden, die auf einen ethnisch motivierten Angriff hindeuten. Hauptkommissar Jan Nordmann leitet die Ermittlungen in Hamburg und entdeckt Hinweise auf die Beteiligung eines jungen Deutsch-Türken, Mahmad Aydin (Fatimas Bruder), und seiner Komplizen, die Verbindungen zur Berliner Rap-Szene und zum organisierten Verbrechen haben. Die Ermittlungen decken ein Netzwerk krimineller Banden auf, die in ganz Deutschland operieren und ethnische Spannungen für ihre eigenen Zwecke ausnutzen. Die Anschläge scheinen Teil eines größeren Plans zu sein, mit dem die Gesellschaft destabilisiert und weitere Unruhen provoziert werden sollen.

Der Aufstieg der
hybriden Kriegsführung
Während russische Truppen ihre Macht in Litauen festigen, beschließen Niklas Kazlauskas und eine Gruppe litauischer Patrioten, die „Waldbrüder“ in moderner Form wiederzubeleben und sich auf Cybersabotage und Informationskriegführung zu konzentrieren. Sie rekrutieren Roman Baysufinov, einen in Kasachstan geborenen Sicherheitsspezialisten mit fundierten Kenntnissen der russischen IT-Systeme, um die russischen Militäroperationen zu stören und Informationen zu sammeln.
Unterdessen experimentiert Henk de Korte, Gründer eines hochmodernen KI-Unternehmens in Amsterdam, mit seiner Vorhersagemodellierungssoftware, um die Auswirkungen politischer und sozialer Ereignisse zu simulieren. Er erkennt, dass das Chaos, das Europa erfasst, nicht zufällig ist, sondern Mustern folgt, die von denen, die über die richtigen Werkzeuge und Kenntnisse verfügen, vorhergesehen und möglicherweise manipuliert werden können.